Hier könnt ihr mal ein richtig tolles Projekt entdecken!
Fast ein bisschen spät, davon zu berichten, da der Aktionsmonat schon gestartet ist, aber es nicht zu spät, sich für die vegane Ernährung zu interessieren.

Schon lange befasse ich mich mit dem Thema Ernährung und speziell die vegane. Mit 19 Jahren habe ich aufgehört Fleisch zu essen und dies ziemlich konsequent bis vor einem Jahr vertreten, doch kamen in mir immer mehr Zweifel auf, ob Fleischverzicht wirklich ausreicht. Der ganzheitliche Gedanke, Tiere, die Umwelt und auch die Gesundheit zu schützen, wurde immer ausgeprägter. Als eine Studentin der Nachhaltigkeitswissenschaften mich fragte, ob ich ihr bei der gestalterischen Umsetzung des Projektes „Lüneburg is(s)t 30 Tage vegan“ helfen würde, war ich gleich Feuer und Flamme.

So stellten wir ein ziemlich vorzeigbares Projekt auf die Beine.

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Bildschirmfoto 2015-10-13 um 14.45.03Auf der Internetseite von LI30TV findet ihr Rezepte und Infos rund um das Thema. Es finden im Oktober einige interessante Veranstaltungen statt, die ihr Euch unbedingt anschauen solltet. Kinofilme, Vorträge, Kochkurse, Wochentreffen und Verkostungen im Supermarkt erleichtern Euch den Einstieg.

Ich bin begeistert über das Angebot und finde die Herangehensweise an dieses doch recht sensible Thema sehr gut. Weil das Thema VEGAN sehr polarisiert, habe ich auch meinen ganz eigenen Weg gefunden, damit in die Welt zu gehen. Ich denke mittlerweile, dass Reden kaum hilft, um die Menschen für die Lebensweise zu begeistern. Vielmehr ist es ein Vorleben, Freunde Bekochen und ganz viel Ausprobieren. Meine Familie ist zu diesem Zeitpunkt sehr angetan von veganen Gerichten und es fehlt ihnen an nichts. Meine Mutter ist eine begnadete Köchin, die sehr offen ist für neue Bewegungen und meine Lieblingsgerichte in vegane Varianten umwandelt. Mein Vater ist ebenfalls ein sehr offener Mensch und liebt das vegane Mett – ich würde sogar sagen, er zieht es dem „echten“ vor. Auch mit meiner Schwester ziehe ich regelmäßig durch die vegane Szene Hamburgs und darf die Erste sein, die ihre veganen Leckereien testet. Mittlerweile ist sie eine Koryphäe der Backkunst und überzeugt zur Zeit die Gäste vom Café Latte in der Schanze. An dieser Stelle ein dickes, fettes DANKE an Euch!

Klar kommen aus meinem Umfeld die klassischen Entgegnungen, wie: „Ich könnte ja nicht auf Käse verzichten“ und so weiter, aber das nimmt eigentlich von Tag zu Tag ab. Ich denke die Menschen merken, dass ich ihnen nicht den geliebten Käse wegnehmen möchte, sondern spüren, dass der vegane Gedanke viel größer ist.

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Plakat zum Aktionsmonat

Natürlich gibt es die „kritischen“ Fragen immer wieder und auch ich werde damit konfrontiert, obwohl ich nicht mal zu 100% vegan lebe. Es wird immer wieder geprüft, ob man denn auch wirklich alles bedacht hat, bevor man sich für die vegane Lebensweise entschieden hat. „Woher bekommst Du Dein Eisen?“ und „Ist das nicht ganz schön radikal?“ haben wir deswegen als Aufhänger für die Postkarten gewählt. „Trinkst Du Muttermilch?“ mag für den einen oder anderen etwas irreführend sein, aber die Botschaft kommt, denke ich, rüber. Natürlich ist Kuh-, Schafs- und Ziegenmilch auch Muttermilch und eigentlich für die Tierkinder gedacht. Wir haben uns erhofft durch derartig provokante Fragen die Menschen zum Nachdenken anzuregen. Natürlich werden immer Alternativen vorgeschlagen, denn jemandem einfach alles madig zu machen ist nicht besonders zielführend.

Oft hört man auch die Frage, ob die ganze Sache nicht etwas „radikal“ ist! Zunächst einmal: Was soll an einer bewussten Ernährung, die Tierleid vermeidet und auch noch gut für Mensch und Umwelt ist, denn radikal sein? Da drängt sich mir fast eine Gegenfrage auf – so wie die Tiere und die Umwelt ausgebeutet und Menschen ausgenutzt werden und die Medien großen Konzernen in die Karten spielen, frage ich mich wirklich, was an einer friedlichen Lebensweise radikal sein soll. Aber auch hier haben wir eine adäquate Antwort zu formuliert :

Und nun die wichtigste Frage schlechthin: „Woher bekommst Du Dein Eisen?“ Ich wundere mich immer wieder, wie Menschen, die sich regelmäßig Fast Food reinziehen, kaum Sport machen und denen Salat wie ein schlechter Scherz erscheint, auf einmal zu Ernährungsexperten mutieren! Im Grunde genommen finde ich es großartig, wenn mir jemand kritisch begegnet, aber die eigenen schlechten Gewohnheiten zu verschleiern, in dem man andere auf „Fehler“ hinweist, ist mir nicht so recht.
Ihr fragt Euch nun: „Ja, aber woher bekommst Du denn Dein Eisen?!“ Ich würde dazu gerne noch sagen, dass Nährstoffe allgemein in unverarbeiteten Lebensmitteln zu finden sind und am besten aufgenommen werden, wenn ihr Euch ausgewogen ernährt. Eisenquellen sind unter anderem Hirse, Amaranth, Sesam, Blumenkohl, Mangold, Pflaumen, Nektarinen, Fenchel, Chia-Samen, Kürbiskerne, Mohn, Leinsamen, Sonnenblumenkerne und noch vieles mehr …

Für alle, die nun einen Versuch starten möchten, kann ich sagen: Großartig! Es gibt zahlreiche Möglichkeiten für Euch, den Einstieg zu gestalten. Ihr findet zum Beispiel tolle Blogs wie VEGAN REBELLS und natürlich LÜNEBURG IS(S)T VEGAN.
Auch VEGAN GUERILLA ist ein toller Blog, auf dem Du immer wieder neue Anregungen, Rezepte und Beiträge findest. Das Kochbuch LOTUS AND THE ARTICHOKE ist ebenfalls eine Anschaffung wert, denn hier gibt es Rezepte aus der ganzen Welt. Immer wieder stolpere ich zufällig über Kosmetik-Blogs, denn auch Kosmetik ist oftmals alles andere als vegan. Im Magazin NOVEAUX werden gelegentlich interessante Produkte und Konzepte vorgestellt, wie auch der VEGAN BEAUTY BASKET. Es lohnt sich in jedem Fall und Du wirst Deine Freude haben.

Wer eine Postkarte möchte, schreibt einfach an : blowup82@googlemail.com