WEAR WHATEVER

Wir haben mittlerweile eine Situation, dass Mädchen und Frauen immer weniger Orte vorfinden, immer weniger Schutzräume und dementsprechende Verunsicherung erleben, was ihre Grenzen und ihr Wohlbefinden angeht. Das führt dazu, dass sich Mädchen und Frauen immer mehr unterordnen und in der Öffentlichkeit massiv gegen Blicke, Bodyshaming und Belästigung ausgesetzt sind. Sie werden quasi unsichtbar, denn ihre Köper werden sexualisiert, Nacktheit wird kriminalisiert, stillen als unangemessen betitelt und natürliche Prozesse werden unterdrückt. Das ist ein riesen Problem.

Zur Zeit erarbeite ich eine Konzept, welches Mädchen und später auch Jungs (im allgemeinen jungen Menschen) es ermöglicht sich im öffentlichen Raum aber auch in den sozialen Medien selbstbewusst und frei bewegen zu können.

Ich möchte ein vertrautes Umfeld schaffen, wo wir uns austauschen können, in dem ich Themen wie : Periode, Selbstbefriedigung, Periodenarktikel, Wertschätzung im Job, eine Quote, Kleiderordnung, Familien- und Beziehungsmodelle thematisiere. Wir müssen uns wieder austauschen, systemunkonforme Lebensmodelle wieder sichtbar machen und laut werden. Ich möchte junge Menschen ermutigen sich auszudrücken, nicht über die eigenen Grenzen zu gehen und Konfrontation nicht mehr zu meiden. Denn wir haben alle grausige Vorbilder, mussten ab Eintritt unserer Periode am Strand nun auch unsere Brüste bedecken, durften nicht mehr breitbeinig sitzen, nicht schimpfen oder wütend sein, uns nicht schmutzig machen, nicht über unseren eigenen Körper bestimmen. All diese unterdrückte Wut ist vorhanden, oft hat die Gesellschaft Angst davor, dass diese freigelassen wird. Sie hat dieses Problem aber erschaffen.

Ich möchte allen Menschen besonders den Kinden und jungen Erwachsenen mit diesem Workshop eine Bühne geben bzw sie dazu ermuntern ihre Stimme wieder zu finden, in Kontakt mit sich und ihren Gefühlen zu kommen. Ihnen deutlich machen, dass nie das Opfer Schuld hat, sondern immer der Täter / die Täterin.

Zunächst finde ich eine Projektwoche sehr angemessen,
um das Thema einzuleiten und auch nur ein polarisierendes Thema zu erörtern. Ich stelle mir kreative Schaffensprozesse, aber auch Yogaworkshops, Gesprächsrunden,
Waldspaziergänge oder Interviews mit Menschen verschiedener Geschlechter, Besuch eines femmistischen Sexshops und Sammlung von Anlaufstellen, vor.